Früher Start im September

Früher Start im September
Preveza: Venezianischer Glockenturm

Wir hatten große Pläne, wollten von Preveza nach Dubrovnik segeln, dort Freunde an Bord nehmen, mit ihnen die kroatische Inselwelt erkunden und anschließend in die Ionion Marina in Preveza zurückkehren. Daraus wurde aus verschiedenen Gründen leider nichts. Es blieben der frühe Flug und der Wunsch, einmal die Adria zu überqueren.

Nach dem frühmorgens machten wir am Stadtkai von Preveza fest um Vorräte einzukaufen und uns im Psatha, unserer Lieblingstaverne, zu stärken.

Ein wenig wie Heimkommen 😉

Die 23 nautischen Meilen in nordwestlicher Richtung bis zur Two Rocks Bay legten wir fast komplett unter Segel zurück - ein schöner Start in unseren Törn!

Two Rocks Bay

Nach den ersten zwei heißen Tagen auf dem Trockendock konnten wir nun endlich schwimmen gehen und die Seele baumeln lassen. Wir waren im Urlaub angekommen!

Unser nächstes Etappenziel war Korfu- Stadt. Wir versuchten so viel wie möglich zu segeln, mussten aber zwischendurch immer mal wieder den Motor zu Hilfe nehmen. Wie schon im Sommer ankerten wir unterhalb der Alten Festung. Am nächsten Nachmittag gingen wir mit dem Dinghy an Land.

Beliebter Ankerspot!

Immer wieder überholt von Läufern, die am „Corfu Old Town Trail“ teilnahmen und wie wir den höchsten Punkt der Alten Festung erklimmen wollten/mussten, genossen wir die herrlichen Ausblicke, die sich uns boten:

Blick auf die Altstadt …
… mit Zieleinlauf im Park unten

Abends verleiht die beleuchtete Festungsanlage diesem Ankerplatz eine besondere Atmosphäre! 😊

Am nächsten Tag fuhren wir unter Motor zur Bucht Agios Stefanos, die im Nordosten der Insel an der Straße von Korfu liegt. Albanien liegt hier direkt gegenüber .

Gute Laune auch ohne zu segeln!

Unserem Ziel, der Insel Othoni im Nordwesten Korfus, konnten wir uns heute nicht weiter annähern, da dort der Bär tobte! Erst am folgenden Tag würde das möglich sein. Die Bucht Agios Stefanos bot guten Schutz gegen die vorherrschenden Winde, aber wenig Halt für den Anker. Nicht nur wir mussten den Anker neu setzen, fast alle anderen Boote auch. Eine Frauencrew, deren Skipperin am Strand weilte, als ihr Boot immer mehr in unsere Richtung driftete, bekam die Situation nicht mehr in den Griff und fuhr mit ihrem Bug auf unsere Ankerkette. Danach schrammten sie an unserer Steuerbordseite entlang, obwohl wir alles versuchten unser Boot abzufendern. Zum Glück entstand kein großer Schaden.

Agios Stefanos