Die Adriaküste entlang
Unser nächstes Ziel war Porto Tricase, ein kleiner, nicht weit entfernter Ort. Wir ließen uns Zeit, mussten zunächst motoren, segelten dann aber auch gemütlich bei wenig Wind und erreichten unseren Zielhafen noch vor Mittag. Wir bekamen den letzten freien Liegeplatz.

Länger als 12 Meter hätte unser Boot nicht sein dürfen. Aber das wussten wir schon aus der „Navily-APP“. Unseren Spaß hatten wir auf der Hafenbehörde, der „Ufficio locale maritime di Tricase“. Drei Männer in Uniform waren damit beschäftigt, die Boots-und Versicherungspapiere zu kontrollieren, während wir - zum ersten Mal überhaupt - einen zweiseitigen Bogen mit einer Anfrage auf Erlaubnis für vorübergehendes Anlegen im Hafen ausfüllen mussten. Nach über zwanzig Minuten wurde die Anfrage dann vom Kommandanten genehmigt, unterschrieben und abgestempelt. Wir wurden noch gefragt, ob wir in Deutschland eine Lizenz zur Führung eines Bootes abgelegt hätten und ob wir ihnen den Ausweis - nur aus Interesse - mal zeigen könnten. Der Clou: Trotz des ganzen Aufwands mussten wir für den Liegeplatz nichts bezahlen.

Am nächsten Morgen sattelten wir die Räder und fuhren in südlicher Richtung zu einem beliebten Badehotspot inmitten von Felsen, dem „Piscine Naturale di Marina Serra“. Wir trafen auf viele Einheimische, insbesondere Ältere, die im warmen Wasser standen und miteinander redeten. Jeder Neuankömmling wurde überschwänglich begrüßt und ins Gespräch eingebunden. Uns wurde von freundlichen Ortsansässigen der Weg zur Grotte und dann die beste Einstiegsmöglichkeit gezeigt.

