Ausklang
Fürs Wochenende waren Gewitter, Dauerregen und starker Wind vorhergesagt. Deswegen wollten wir uns einen “sicheren Hafen“ suchen und entschieden uns für Vasiliki auf Lefkas. Nach drei Stunden unter Motor - die Ruhe vor dem Sturm - erreichten wir den Ort im Süden von Lefkas. Nina und Jürgen von der Gaudi und ihre österreichischen Segelfreunde hatten auch dort festgemacht. An unserer Backbordseite lag ein Charterboot mit einem älteren israelischen Paar an Bord. Nach einem kleinen Spaziergang entlang des Stadthafens mit den Fischerbooten holten wir uns leckerste Rosinenschnecken.

Wir saßen noch gemütlich beim Kaffeetrinken, als uns von der Gaudi zugerufen wurde, dass wir mal nach hinten schauen sollten, da würde sich etwas zusammenbrauen. Michael meinte nur, er würde lieber nach vorne schauen, da wäre das Wetter besser, legte dann aber doch eine Mittelspring. Platz für eine Vorsprung, die noch etwas mehr Stabilität gegeben hätte, war leider nicht. Ankerkette hatten wir ausreichend gesteckt, die Kette war durchgespannt und die Ankerkralle angebracht. Nur wenige Augenblicke später kamen heftige Fallböen aus nordwestlicher Richtung. Von einem Moment auf den anderen wurde die Situation dramatisch. Das Nachbarboot, dessen Anker dem Winddruck offensichtlich nicht standhielt, drückte sich schräg gegen unser Boot und schlug mit seiner Steuerbortseite achtern gegen den Betonsteg. Unser Boot wurde daraufhin auch schräg Richtung Pier gedrückt. Gleichzeitig wurde die Planke unseres Boots hochgerissen, seitlich verschoben und gegen die Versorgungssäule gedrückt, die dieser Wucht nichts entgegenzusetzen hatte und kapitulierte:

Mir gelang es gerade noch unser Boot abzufedern und den Motor anzumachen, um gegen Wind-und Bootdruck gegenzuhalten.