Zurück nach Griechenland

       Otranto- Othoni- Erikousa - Korfu

Am 27. September hielt uns nichts mehr in San Foca - auch wenn die Vorhersage nicht ideal war! Laut Windy mussten wir mit 1,1 Metern Welle aus nördlicher Richtung und Böen bis zu 21 Knoten rechnen. Nach einigen Stunden sollte der Wind dann etwas abflauen, die Welle würde, nach den vielen Tagen mit heftigen Nordwinden, weiterhin stehen. Der Plan war rauszugehen und zu schauen, wie die Situation tatsächlich sein würde - sozusagen eine Ortsbegehung. Dann würden wir entscheiden, entweder nach Othoni vor Korfu segeln oder die 10 Meilen bis Otrando an der Küste in Richtung Süden, um uns in die Pole-Position für den Rückweg am nächsten Tag zu bringen (8 nautische Meilen näher an Othoni).

Schon im Hafen zeigte der Windmesser bis zu 23 Knoten. Wir fuhren erst mal unter Motor auf Abstand zur Küste, setzten dann die Segel im Reff und nahmen zunächst Kurs auf die andere Seite der Adria. Die Wellen schienen höher als die prognostizierten 1,10 m zu sein, kamen schräg von der Seite und brachten das Boot immer wieder ins Gieren. Das machte definitiv keinen Spaß und gestaltete sich ziemlich anstrengend. Jürgen, du hattest recht! 😃

So fiel die Entscheidung, nach Otranto zu segeln, leicht. Im Raumschotskurs erreichten wir nach gut zwei Stunden unser Ziel. An ruhiges Liegen im Hafenbecken war nicht zu denken, so dass wir dort wieder anfragten, wo wir vor einer Woche schon einmal festgemacht hatten. Man versprach uns, den Platz zu reservieren. Wir sollten aber noch zwei Stunden warten, bis sich der Wind etwas gelegt hätte. Anschließend unternahmen wir einen ausgiebigen Spaziergang, kauften Mitbringsel, aßen Pizzen und noch einmal das leckerste Pistazieneis überhaupt.

Gelateria del Fico

Am nächsten Morgen starteten wir nach ausgiebigem Frühstück bei bestem Wetter und angenehmen Wind und deutlich niedrigerer Welle zu unserem Schlag über die Adria. Wir konnten die Segel voll durchsetzen und waren die ersten beiden Stunden bei halbem Wind unterwegs, der später etwas achterlicher kam.

Video folgt!

Es war ein wunderschöner Segeltag!

Dank der klaren Sicht konnten wir Othoni schon früh sehen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,9 kn erreichten wir die Insel nach 45,8 nm in weniger als acht Stunden.

Othoni