Über die Adria

Über die Adria
Erstellt mit einer KI 😉

Nach einer - gewitterbedingt - sehr unruhigen Nacht verließen wir gegen 7:00 Uhr Othoni und machten uns auf den Weg nach Santa Maria de Leuca am äußersten südöstlichen Zipfel Italiens. Ein erstes Mal über die Adria und das an unserem 40. Hochzeitstag. Für uns in doppelter Hinsicht ein besonderer Tag!

16. September 2026

Wir erwarteten wenig Wind, konnten dann auch tatsächlich nur kurze Zeit segeln. Nichtsdestotrotz genossen wir diesen Tag in vollen Zügen und freuten uns auf ein tolles Abendessen auf der italienischen Seite.

Flaggenwechsel

Nach achteinhalb Stunden erreichten wir den Hafen von Santa Maria di Leuca. Dort machten wir an der östlichen Kaimauer zwischen Fischerbooten, Anglern und zwei anderen Segelbooten fest. So sparten wir uns die Liegegebühren für die Marina und lagen zudem sehr geschützt. Danke für den Tipp, Jürgen!

Wir unternahmen zunächst einen Spaziergang in die Stadt und kauften ein paar Lebensmittel ein. Zurück auf dem Boot machten wir uns ausgehfertig und liefen ein zweites Mal rund um den Hafen in den Ort. Nach so vielen Stunden auf dem Boot tut jeder Schritt gut. Wir speisten ausgiebig und vorzüglich, eben dem Anlass angemessen. 😊

In der Osteria La Segrestia

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Leuchtturm von Santa Maria de Leuca, der 102 Meter über dem Meeresspiegel liegt und mit 47 Metern Höhe zu den höchsten Leuchttürmen Europas gehört. Kein Wunder, dass wir ihn am Vortag schon gesehen hatten, als wir noch viele Meilen von Italien entfernt waren.

Faro di Punta Meliso

Der Aufstieg zum Leuchtturm führt 286 Stufen neben der 1939 festgestellten Wasserfallanlage, der Cascada Monumentale, hoch, die uns an den Herkules in Kassel erinnerte.

Cascada Monumentale

Heute wird die Anlage noch immer zu besonderen Anlässen geöffnet. Die Anlage selbst bildet das spektakuläre Ende der Acquedotto Pugliese, die gebaut wurde, um Trinkwasser aus Kampanien bis ins chronisch wasserarme Apulien zu leiten.

Am Nachmittag setzten wir uns auf die Räder und strampelten die Küstenstraße entlang, umfuhren den südlichsten Landzipfel, badeten an einer felsigen Stelle, um wenig später einen schönen Sandstrand zu entdecken 🤷‍♀️. Am dortigen kleinen Strandcafé legten wir einen weiteren Stopp ein, bevor wir uns auf den Rückweg machten.